The Human Layer. Projektwerkstatt KIEntwurf von digihub

Diese Seite ist ein Entwurf vom November 2026 und nicht veröffentlicht. Der Name ist ein Arbeitstitel.

Projekt­werkstatt KI.

Wer beim AMS als arbeitssuchend gemeldet ist, soll die Wartezeit für einen echten Auftrag nutzen können.

Eine Gastorganisation gibt ein klar umrissenes Vorhaben in die Werkstatt. Eine kleine Gruppe von Arbeitssuchenden arbeitet über eine feste Dauer daran, und wir von digihub begleiten die Arbeit. KI-Werkzeuge kommen dabei so zum Einsatz, wie man sie heute in vielen Büros nutzt: als Hilfe bei Recherchen und Entwürfen. Was am Ende abgegeben wird, prüfen und verantworten Menschen.

Ein Vorschlag von Sara Risch, digihub

Ich habe diese Seite geschrieben, um eine Idee mit dem AMS, dem Amt für Volkswirtschaft, den Verbänden und möglichen Gastorganisationen zu besprechen. Sie beschreibt, wie eine Projektwerkstatt in Liechtenstein laufen könnte und was dafür noch zu klären ist.

Dies ist keine amtliche Seite des AMS oder der Regierung. Es gibt keinen Auftrag für dieses Projekt und kein genehmigtes Budget.

Unsere KI-Einsteigerkurse für Klientinnen und Klienten des AMS laufen weiter wie bisher. Die Projektwerkstatt wäre ein eigenes Angebot daneben. Wer zuerst die Grundlagen braucht, ist im Einsteigerkurs besser aufgehoben. In der Werkstatt geht es um die Arbeit an einem Auftrag, und KI ist dort eines der Werkzeuge.

Sara Rischdigihub, Digihub AI Lab GmbH, Schaan

Die Wartezeit beim AMS wird länger

Die Arbeitslosigkeit in Liechtenstein ist im europäischen Vergleich tief. Seit 2022 steigt sie aber wieder, und viele Menschen bleiben länger ohne Stelle.

Aus diesen Zahlen lässt sich kein direkter Effekt von KI ablesen. Sie zeigen aber, dass die Zeit zwischen Anmeldung und neuer Stelle für viele länger geworden ist.

2,0 %

Ende September 2026 waren in Liechtenstein 423 Personen arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Quote von 2,0 %. Im Jahresdurchschnitt 2022 lag sie bei 1,3 %. Quellen: LLV, Medienmitteilung vom 07.10.2026; Amt für Statistik, «Arbeitslosigkeit 2025»

  • 25,6 %

    Im Jahr 2025 waren 25,6 % der Arbeitslosen länger als zwölf Monate ohne Stelle.Amt für Statistik, «Arbeitslosigkeit 2025», 23.04.2026

  • 113

    Im selben Jahr wurden 113 Personen ausgesteuert. Im Jahr davor waren es 61.Amt für Statistik, «Arbeitslosigkeit 2025», 23.04.2026

  • 48,8 %

    Nur 48,8 % der Abgänge aus der Arbeitslosigkeit führten 2025 in eine neue Stelle.Amt für Statistik, «Arbeitslosigkeit 2025», 23.04.2026

  • 549

    Im September 2026 waren 549 Stellen offen. Im Jahresdurchschnitt 2023 waren es noch 885.Amt für Statistik und LLV, Medienmitteilung zum September 2026

  • 37 %

    Die Stiftung Zukunft.li schätzt, dass 37 % der Erwerbstätigen in Liechtenstein unter hohem Substitutionsdruck durch KI stehen. Die Studie schätzt damit ab, wie stark Tätigkeiten betroffen sein könnten. Eine Prognose von Stellenverlusten ist das nicht.Stiftung Zukunft.li, «Fokus KI», Dezember 2025

Das Regierungsprogramm 2025 bis 2029 und der Bericht zum Arbeitskräftemangel verlangen mehr KI- und Digitalkompetenzen. In der Beantwortung der Interpellation Nr. 59/2026 ist digihub.li als European Digital Innovation Hub und als AI-Helpdesk aufgeführt.Regierung des Fürstentums Liechtenstein, Mai 2024; Interpellationsbeantwortung Nr. 59/2026

Auf den Seiten des AMS FL, die wir am 5. November 2026 durchgesehen haben, haben wir kein Programm gefunden, das sich mit KI an Arbeitssuchende richtet. Bisher gibt es dafür unsere Einsteigerkurse, die digihub parallel für das AMS durchführt.Eigene Recherche digihub, Stand 05.11.2026

So würde die Arbeit in der Werkstatt ablaufen

Am Anfang steht ein Auftrag. Eine öffentliche Stelle, eine soziale Organisation oder ein Unternehmen bringt ein abgegrenztes Vorhaben ein und bleibt als Auftraggeberin ansprechbar. Welche Aufträge sich eignen, klären wir mit den Gastorganisationen, bevor eine Gruppe startet.

Die Teilnehmenden arbeiten gemeinsam an diesem Vorhaben. Wir begleiten sie fachlich und methodisch. Dazu gehört, wie man KI-Werkzeuge verantwortungsvoll einsetzt, welche Daten in ein solches Werkzeug gehören und welche nicht, und wie man ein Ergebnis prüft, bevor es weitergegeben wird. Die Entscheidung, was gilt und was abgegeben wird, liegt immer bei einem Menschen.

Eine Gruppe hätte höchstens rund 16 Personen, ähnlich wie beim AMS-Programm Coming Back. Die Dauer ist von Anfang an festgelegt. So bleibt die Zeit in der Arbeitslosenversicherung planbar, und alle wissen, wann der Auftrag abgeschlossen sein soll.

Was die Werkstatt nicht ersetzen soll

Die Projektwerkstatt ist kein Kurs mit Unterricht und auch kein Folgemodul zu unseren Einsteigerkursen. Die Bewerbungs-Werkstatt des AMS bleibt davon unberührt.

Mit der «KI-Werkstatt für KMU» auf kurse.li hat sie nur einen ähnlichen Namen gemeinsam. Jenes Angebot richtet sich an Unternehmen.

Eine Werkstatt zur Wiedereingliederung über die IV wäre eine verwandte Idee, die in einem anderen rechtlichen Rahmen steht. Dieses Konzept bleibt bei AMS und Arbeitslosenversicherung.

Wir möchten mit einem kleinen Pilot beginnen

Für den Anfang schlagen wir eine einzige Gruppe mit einem Gastprojekt und enger Begleitung vor (im Grobkonzept Variante A). Daran lässt sich prüfen, ob Zuweisung, Auftrag und Begleitung so funktionieren, wie wir sie uns vorstellen.

Wenn der Pilot gut läuft, könnten daraus regelmässige Gruppen werden, die in die Abläufe des AMS passen (Variante B). Für eine stetige Zahl an Gastprojekten wäre später eine Partnerschaft mit Verbänden denkbar (Variante C).

  1. Nov. und Dez. 2026

    Wir klären die Idee mit dem AMS FL, dem Amt für Volkswirtschaft und interessierten Verbänden und skizzieren, wie Aufnahme und Zuweisung ablaufen könnten.

  2. 1. Quartal 2027

    Wir suchen ein Gastprojekt für den Pilot, klären Kriterien und Datenschutz und halten den Betrieb in einem groben Konzept fest.

  3. 2. Quartal 2027

    Wenn sich alle Beteiligten dafür entscheiden, bereiten wir die erste Gruppe vor.

  4. 2. Halbjahr 2027

    Der Pilot läuft und wird ausgewertet. Danach entscheiden die Beteiligten, ob und wie es weitergeht.

Dieser Zeitplan ist ein Vorschlag für das Gespräch. Es gibt dafür weder einen Auftrag noch ein genehmigtes Budget.

Mit wem wir darüber sprechen möchten

Damit aus der Idee ein Pilot wird, braucht es Zusagen vom AMS zur Zuweisung und Finanzierung und von Gastorganisationen zu konkreten Projekten. digihub würde die inhaltliche Projektleitung übernehmen.

AMS FL und Amt für Volkswirtschaft
Das Arbeitsmarkt Service Liechtenstein ist ein Fachbereich des Amts für Volkswirtschaft. Mit beiden möchten wir klären, wie Teilnehmende zugewiesen würden, wie die Werkstatt zu den bestehenden Massnahmen passt und wie sie im Rahmen der Arbeitslosenversicherung finanziert werden könnte.
Verbände und Politik
Die LIHK, die Wirtschaftskammer Liechtenstein und die politische Ebene bis zum Landtag können die Idee einordnen und mitdenken, wer eine solche Werkstatt längerfristig tragen könnte.
Gastorganisationen
Das können öffentliche Stellen, soziale Organisationen oder Unternehmen sein, die ein abgegrenztes Vorhaben haben und bereit sind, es von einer begleiteten Gruppe bearbeiten zu lassen.

Wenn Sie die Idee mit uns besprechen möchten, schreiben Sie uns.

Ich melde mich dann persönlich für einen Termin. Auf dieser Seite gibt es kein Formular, und es werden keine Daten erfasst.

team@digihub.li

Sara Risch
digihub, Digihub AI Lab GmbH
In der Specki 3
9494 Schaan, Liechtenstein